Methodik

Wie wir Pre-Assists zählen

Ein Pre-Assist (auch „Second Assist“ oder „Hockey Assist“) ist der Pass, der zum Assistgeber gespielt wird, bevor dieser die Torvorlage gibt. Damit die Zahlen vergleichbar und nachvollziehbar sind, gelten feste Regeln.

Die Regeln

  1. Ausgangspunkt ist ein Tor mit Assist. Als Assist zählt der Pass, den der Datenanbieter als Vorlage für den Torschuss markiert hat. Eigentore werden nicht gezählt.
  2. Der Pre-Assist muss beim Assistgeber ankommen. Es zählt nur ein angekommener Pass eines Mitspielers, dessen Empfänger der spätere Assistgeber ist.
  3. Keine Unterbrechung. Zwischen Pre-Assist und Assist darf kein Gegner den Ball kontrollieren (Balleroberung, Abfangen, Klärung, Block, Torwartaktion), und kein anderer Mitspieler darf den Ball berühren. Der Assistgeber darf dribbeln und den Ball führen.
  4. Gleiche Ballbesitzphase. Pre-Assist und Assist müssen in derselben Ballbesitzphase passieren. Standards (Freistöße, Einwürfe, Ecken) können Pre-Assists sein.
  5. Kein Pre-Assist ohne Assist. Elfmeter, Solo-Tore oder Abstauber nach einer Parade haben weder Assist noch Pre-Assist.

Kennzahlen

Beteiligung
Tore + Assists + Pre-Assists.
Pre-Assist xG
Summe der Expected Goals (xG) der Torschüsse, die auf die eigenen Pre-Assists folgten. Ein hoher Wert bedeutet: Die Spielzüge führten zu Großchancen.
Pro 90 Minuten
Werte geteilt durch gespielte Minuten mal 90 – fair für Einwechselspieler.

Datenquelle

Grundlage sind die frei verfügbaren StatsBomb Open Data. Sie enthalten jede Aktion eines Spiels mit Spieler, Position und Ergebnis. Für die Premier League und La Liga 2015/16 ist jeweils die komplette Saison verfügbar, für die Bundesliga 2023/24 nur die Spiele von Bayer Leverkusen.

Die Berechnung ist automatisiert: Ein Skript läuft vom Torschuss rückwärts durch die Spielaktionen und prüft die Regeln oben. Mit lizenzierten Daten eines Anbieters lassen sich so jederzeit weitere Ligen und aktuelle Saisons ergänzen.